Problematik der Nullzinsen

Risiken durch Nullzinsen

Der Kreditmarkt kennzeichnet sich aktuell durch niedrige Zinsen. Seit Kurzem bieten einige Möglichkeiten sogar eine Finanzierung zu 0 %. Einhergehend mit dieser Marktentwicklung sind geringe Zinsen sowie ein unzufriedenstellendes Wirtschaftswachstum. Unter diesem Aspekt ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bundesbank über die aktuelle Lage Sorgen macht. Gerade die aktuelle Attraktivität, einen Kredit zu beantragen, lässt die Bundesbank aufhorchen.

Risiko auf dem Finanzmarkt

Besonders besorgt ist die Bundesbank, da sich Verbraucher auf verlockende Finanzierungsmöglichkeiten stürzen könnte. Die niedrigen Zinsen könnten eine Ungeduld seitens der Sparer auslösen und diese zu Investitionen auf Pump verleiten. Der Appell der Bundesbank-Vizepräsident Claudia Buch lautet wie folgt: „Im aktuellen makroökonomischen Umfeld besteht die Gefahr, dass Marktteilnehmer Risiken unterschätzen und nicht ausreichend berücksichtigen, dass die Vermögenspreise fallen und die Zinsen steigen können“. Sie fordert damit also mehr Achtsamkeit.

Trotz attraktive Finanzierung keine Immobilienblase

Dank der niedrigen Zinsen werden Investitionen vermehrt ohne Berücksichtigung der Risiken getätigt. Allerdings sei keine übermäßig erhöhte Kreditvergabe erkennbar. Ebenso wenig ließe sich eine Abschwächung der Kreditvergabestandards erkennen. Die Vergabe von Krediten erfolge demnach noch nach einer sorgfältigen Auswahl.

Warnung vor steigenden Zinsen

Da jede Talfahrt ein Ende hat, warnt die Expertin davor, die Auswirkungen einer Zinssteigerung zu beachten. Das bedeutet vor allem, dass die Preise und Bewertungen an den Märkten wieder zurückgehen könnten.

Aus diesem Grund empfiehlt die Ökonomin, einen Risikopuffer aufzubauen. Sie äußert: „Finanzierungen, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen, könnten sich dann als nicht nachhaltig herausstellen.“

Problematik für die Banken

Trotz der niedrigen Zinsen sehen sich die Banken weder vor einer Insolvenz stehend, noch mit einem Liquiditätsproblem konfrontiert. Jedoch weist der Vorstand der Bundesbank Andreas Dombert darauf hin, dass sich das Geldverdienen der Banken als schwierig gestaltet. Auch wird die Strategie, Erträge durch längerfristige Kredite zu erzielen, kritisiert. Die Reaktionsfähigkeit der Banken sei dadurch belastet. Gerade bei steigenden Zinsen hätten die Banken dann das Nachsehen. Daher fordert die Bundesbank

  • die Prüfung von Geschäftsmodellen
  • zur Überwindung der nachhaltigen Ertragsschwäche.
  • Ebenso sollen Banken über Einsparungen
  • durch Fusionen nachdenken.

So könnten fehlende Einnahmen durch die Reduzierung von Ausgaben reduziert werden. Alles in Allem müssten langfristige Lösungen her. Die Option einer Anpassung der Vertragslaufzeit sei also keine Möglichkeit.

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