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Pflichten von Kreditnehmern

Auch Kreditnehmer haben Pflichten

Finanzierungen sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Kredite dienen nicht nur der Investition in ein Eigenheim, sondern auch der Geldbeschaffung, um kleinere Investitionen zu tätigen. Nicht mehr nur lebensnotwendige Sachgegenstände wie eine Waschmaschine oder ein Kühlschrank werden mit dem fremden Geld gekauft. Ebenso finanzieren Verbraucher mit geliehenem Geld ihre Traumreisen oder gönnen sich ihren Traumwagen. Jedoch ist es nicht nur mit der Aufnahme eines Kredites getan. Zwar stellen Kreditgeber Verbrauchern Geld zur Verfügung. Allerdings sind mit diesem Vorgang auch Pflichten seitens der Kreditnehmer verbunden. Welche Pflichten mit der Aufnahme eines Kredites verbunden sind, werden wir Ihnen nachfolgend aufzeigen.

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@ Thorben Wengert  / pixelio.de  

Rückzahlung des Kredites

Die offensichtlichste Pflicht eines Kreditnehmers besteht darin, dass geliehene Geld zurückzuzahlen. Dazu werden mit dem Kreditgeber Raten, die monatlich beglichen werden müssen, vereinbart. Wichtig ist, dass die Darlehensraten nicht nur im Laufe des Monats gezahlt werden, sondern zu einem festvereinbarten Zeitpunkt bei dem Kreditgeber eingehen. Natürlich ist die volle Höhe der vereinbarten Rate zu leisten. Andernfalls kann es zu einer Kündigung seitens des Gläubigers, also des Kreditnehmers, kommen. Bei Verletzung der Vertragspflichten kann dieser den Vertrags vorzeitig kündigen und die sofortige Rückzahlung der Gesamtschuld einfordern. Wird die Zahlungspflicht zweimal hintereinander nicht eingehalten, ist dies schon Grund genug für eine etwaige Kündigung. Können Kreditnehmer die Gesamtschuld in diesem Falle nicht begleichen, findet eine Pfändung statt. Ist mit dem Kredit beispielsweise ein Eigenheim finanziert, fällt dieses an den Kreditgeber. Um sicher zu gehen, dass die Raten pünktlich und in voller Höhe gezahlt werden, eignet sich ein Lastschrifteinzug.

Höhe der Rate angemessen festlegen

Wird ein Kreditantrag gestellt, prüft der Kreditgeber die Bonität und legt fest, ob die kalkulierte Rate seitens des Verbrauchers tragfähig ist. Ist dies nicht der Fall, wird der Antrag in der Regel abgelehnt und der Kreditnehmer muss einen neuen stellen. Dieses Vorgehen ist mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden. Aus diesem Grund sollten Verbraucher, die sich Geld leihen wollen, im Vorfeld Gedanken über ihre finanzielle Situation machen. Dazu eignet sich eine Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben. Dadurch kann der Kreditnehmer seinen finanziellen Puffer pro Monat erfassen und eine tragfähige Rate vorschlagen. Durch die Kalkulation ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditantrag genehmigt wird höher. Zudem läuft der Schuldner, also der Kreditnehmer, nicht der Gefahr, sich zu überschulden. Prinzipiell ist eine Kreditaufnahme natürlich nur dann möglich, wenn die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben positiv ausfällt. Zu beachten ist dabei, dass bestehende Darlehen in die Berechnung mit einfließen müssen. Sind die Ausgaben höher als die Einnahmen, macht ein Kreditantrag keinen Sinn. Auch ein geringer positiver Saldo eignet sich maximal für einen Kleinkredit.

Die Prüfung der finanziellen Umstände bezeichnet die sogenannte Sorgfaltsplicht des Kreditnehmers. Mit der Einhaltung dieser können sich Kreditinstitute die Prüfung der sowieso negativ ausfallenden Anträge sparen. Zudem können Kreditnehmer so eine Überschuldung vermeiden.

Melde- sowie Anzeigepflicht

Neben der Rückzahlungs- und Sorgfaltspflicht fallen die Melde- und Anzeigepflicht auf den Kreditnehmer. Die beiden Pflichten beinhalten zum einen die wahrheitsgemäßen Angaben zum Zeitpunkt des Kreditantrages. Folgende Daten unterstehen immer der Wahrheitspflicht:

  • Höhe des Einkommens
  • Personenbezogene Daten wie Wohnort, Alter etc.
  • Offene Kredite

Werden Tatsachen an dieser Stelle verfälscht, kann sich das negativ auf die Kreditwürdigkeit auswirken. Darüber hinaus ist es die Pflicht des Kreditnehmers wichtige Änderungen während der Vertragslaufzeit an den Kreditgeber zu übermitteln. Dazu gehören beispielsweise Informationen über einen Wohnortwechsel, die Änderung der finanziellen Verhältnisse oder Angaben zum Familienstand. Gerade im Falle einer Arbeitslosigkeit muss die Information umgehend an das Kreditinstitut weitergegeben werden.

Zusammenfassend ergeben sich für Kreditnehmer folgende Pflichten:

  • Pünktliche Rückzahlung der vereinbarten Raten in vollständiger Höhe
  • Angemessene Einschätzung der Kreditrate anhand der Einnahmen und Ausgaben
  • Anzeige- und Meldepflicht während der vollständigen Vertragslaufzeit
Haben Sie einen Finanzierungsbedarf und können die Pflichten einhalten?

Im Falle eines Finanzierungsbedarfes sollten Sie natürlich die genannten Pflichten einhalten. Jedoch schadet eine ausgiebige Recherche nicht. Durch die Angabe der gewünschten Kreditsumme in unseren Vergleichsrechner können Sie die günstigsten Kreditanbieter auf einen Blick finden. Dazu müssen Sie lediglich die Höhe des gewünschten Darlehens, die gewünschte Kredithöhe und / oder die Laufzeit angeben. Achten Sie bei der Wahl des Kreditanbieters auch auf Vertragskonditionen. Spielen Sie beispielsweise mit dem Gedanken, einen Kredit vorzeitig zu tilgen, sollten keine Vorfälligkeitsentschädigungen seitens des Kreditgebers anfallen. Mit solchen Entschädigungen lassen sich die Institutionen die entgangenen Zinsen aus der Vertragslaufzeit ersetzen. Da es jedoch Kreditinstitute gibt, die auf etwaige Entschädigungen verzichten, sollten Sie sich an diese wenden.