Wertpapierkredite – Vorsicht!

Aktienkauf auf Kredit – Vorsicht!

Der Aktienmarkt ist für Anleger mehr als nur attraktiv. Mit den spekulativen Anlagen kann das eigene Kapital vermehrt werden. Doch was ist mit Menschen, die kein Eigenkapital haben, um Gelder anzulegen? Aufgrund der hohen Gewinnmöglichkeiten ist der Gedankengang, einen Kredit aufzunehmen, um am Aktienmarkt investieren zu können, nachvollziehbar. Gute Kurse ermöglichen hohe Gewinne und somit den Wertzuwachs des investierten Kapitals. Jedoch zeichnet sich ein solches Vorhaben auch durch Risiken aus. Sogenannte Wertpapierkredite können genauso Verluste bedeuten.

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@ Markus Hein  / pixelio.de  

Wichtigsten Informationen zu einem Wertpapierkredit

Wer Investitionen in Aktien oder Fonds tätigen möchte, aber das notwendige Kapital hierfür nicht besitzt, kann einen Wertpapierkredit aufnehmen. Die Synonyme hierfür, welche allerdings eher selten benutzt werden, lauten Lombardkredit oder Effektenlombard. Mit etwaigen Krediten wird natürlich zunächst einmal der Kauf von Aktien oder Fonds ermöglicht. Jedoch hat das attraktive Angebot ebenso Nachteile. Kredite sind immer mit Zinszahlungen zur Tilgung verbunden. Somit mindern die Kosten, welche mit der Aufnahme eines Kredites einhergehen, die Rendite aus dem Aktiengeschäft. Zudem kann ein Kursabfall mit einer Überschuldung des Kreditnehmers verbunden sein. Soweit zeichnen sich Wertpapierkredite durch die gleichen Eigenschaften aus. Jedoch werden zwei unterschiedliche Vorgehensweisen hinsichtlich der Sicherheiten durchgeführt. Einige Anbieter von Wertpapierkrediten akzeptieren die Wertpapiere als Sicherheit und verzichten dafür auf eine Prüfung der Bonität. Andere hingegen führen eine exakte Überprüfung durch.

Vorgehensweise bei Wertpapierkrediten

Zunächst einmal können Sie sich einen beliebigen Kredit heraussuchen, um Ihren Aktienkauf zu finanzieren. Hierzu lohnt sich unser Kreditvergleich. Mit der Angabe der Kreditsumme und der gewünschten Laufzeit erhalten Sie die günstigsten Kreditanbieter auf einen Blick. Nach der Genehmigung des Kredites können Sie das finanzierte Kapital in eine Anlage stecken. Jedoch sollten Sie beachten, dass Sie den Kredit auch tilgen müssen. Zudem ist zu bedenken, dass es sich bei einem Aktienkauf eher um eine langfristige Anlage handelt. Ferner laufen Sie dem Risiko entgegen, dass der Aktienkurs auch sinken kann und Sie letztlich die Kosten für den Kredit tragen müssen und aus dem Aktiengeschäft mit einem Verlust herausgehen.

Sind Wertpapierkredite sinnvoll?

Gerade Aktiengeschäfte sind mit einem hohen Risiko verbunden. Fallen die Kurse, stehen Sie nicht nur mit den Kosten für den Kredit dar, sondern haben einen Wertverfall des Kapitals. Aus diesem Grund sollte ein etwaiger Kredit nur aufgenommen werden, wenn die Raten ohne Probleme getilgt werden können. Andernfalls kann der Spaß, in Aktiengeschäfte zu investieren, zu einer Überschuldung führen. Zu bedenken ist an dieser Stelle auch, haben Sie kein Vermögen, um am Aktienmarkt teilzuhaben, ist Ihr Einkommen in der Regel nicht hoch genug, um zu sparen. Somit dürfte es Ihnen wahrscheinlich auch schwer fallen, die Raten zu begleichen. Ferner kann ein Risikogeschäft wie ein Aktienkauf mit psychischen Druck einhergehen.

Der Aktienmarkt ist unvorhersehbar. Selbst gut laufende Marken können mit einem Kurabfall kämpfen. Die Belastung, zu wissen, dass ein weiterer Verlust das Kapital mindert, kann dabei enorm sein.

Lediglich eine Negativschlagzeile kann ausreichen, um den Kurs erheblich zu mindern. Somit können Sie nicht nur das finanzierte Kapital verlieren, sondern haben auch noch Kosten aus dem Kreditgeschäft. Daher ist ein Wertpapierkredit nicht unbedingt sinnvoll, sondern kann in die Überschuldung führen.

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